Erste wissenschaftliche Ergebnisse: CBG hat das Potenzial Gehirntumore zu vermeiden

  • Manfred Odermatt

Glioblastomzellen sind der Schrecken für jedes Gehirn. Es sind bösartige Krebszellen, die im menschlichen Kopf einen Gehirntumor wachsen lassen können. Erste internationale Studien zeigen, dass Cannabigerol wahrscheinlich in der Lage ist, die Entwicklung dieser gefährlichen Zellen einzudämmen.

Die wissenschaftliche Zeitschrift über Zellbiologie Cell ist eine renommierte, angesehene und viel zitierte Quelle, wenn es um neue Forschungserkenntnisse in der Biologie geht. In der Februar Ausgabe 2021 veröffentlichte das Magazin einen Artikel über slowenische Wissenschaftler, die zurzeit an der Eindämmung von Glioblastomen forschen. Initiator der Studie ist MGC Pharmaceuticals, ein australisches Pharmazie-Unternehmen. Als Auftraggeber steht die Universität in Ljubljana hinter den Forschungen. Die ersten Erkenntnisse der Studie lassen hoffen, denn es zeigte sich im Ergebnis, dass Cannabinoide, die aus der Hanf-Pflanze gewonnen werden, die Ausbreitung von Krebszellen stoppen können.

Mehr als 100 Formen an Cannabinoide sind bisher bekannt. Im Bezug auf die Eindämmung von Glioblastomzellen stellte sich eine Kombination aus CBD und CBG als besonders effektiv heraus. CBG ist eine Grundmolekül, aus dem weitere Cannobinoide entstehen, CBD eine der zahlreichen Unterformen. Auch wenn beide Stoffe aus der Hanf-Pflanze gewonnen werden, sind sie sehr unterschiedlich. CBD wirkt sich unmittelbar auf den menschlichen Organismus aus und wird bereits erfolgreich zur Linderung von Schmerzen, Angstzuständen, Stress und Depressionen eingesetzt. Durch ein Andocken an die Serotonin-1A-Rezeptoren im Gehirn fördert CBD unter anderem die Gedächtnisleistung.
 CBG hingegen ist eine natürliche Grundform, aus der die Hanfpflanze weitere Formen an Cannabinoide entwickelt. Zur Entwicklung der anderen Formen an Cannabinoiden benötigt eine Hanfpflanze nur etwa 1% an CBG. Genau dieses eine Prozent haben sich in Bezug auf die Wirksamkeit zur Eindämmung von Krebszellen im Gehirn als besonders erwiesen.

Erste Ergebnisse der slowenischen Forscher zeigen, dass die Kombination aus CBD und CBG in der Wirkung einem Chemotherapeutikum, wie Temozolomid, gleichkommt. Das bedeutet, dass mit einer CBD Behandlung Patientinnen und Patienten zur Behandlung von Gehirntumoren bald vielleicht die Nebenwirkungen einer Chemotherapie erspart werden könnten. Ein Lichtpunkt für viele Krebskranke. Leider ist es bisher so, dass nach der Diagnose nur noch 16 Lebensmonate vorhergesagt werden. Weitere klinische Studien sollen die ersten Forschungsergebnisse sichern. Vielleicht wird schon bald eine Glioblastomtherapie mit Chemotherapie durch eine schonendere CBD Behandlung ersetzt. Wir schauen auf jeden Fall gespannt weiter auf die Forschungsfortschritte.

Quellen:
https://www.hanf-magazin.com/wissenschaft/studien/studie-cbg-koennte-das-wachstum-von-glioblastomzellen-stoppen/

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33562819/

https://fachportal-gesundheit.de/cbd-und-cbg-worin-liegt-der-unterschied/

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

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